das bin ich

Mein Name ist Daniela.

Aufgewachsen bin ich in der Schweiz, durch die Beziehung zu meinem Mann habe ich dann aber den großen Schritt in den Norden Deutschlands gewagt. Und nun, ein paar Jahre später, bin ich hier sesshaft geworden, glücklich verheiratet und die Mama von zwei wirklich tollen kleinen Knirpsen.

Beruflich habe ich fünfzehn Jahre lang im OP gearbeitet. Erst als technische OP-Fachfrau, später als Stellvertretende OP-Leitung. Ich habe also auch einen guten Blick für den menschlichen Körper, verstehe seine Entstehung, Entwicklung und Anatomie. Ich war in allen Fachgebieten tätig, besonders aber liegen mir Traumatologie und Orthopädie. Das Wissen kann ich nun sehr gut in der Trageberatung nutzen. In meiner Funktion als Stellvertretende OP-Leitung habe ich Mitarbeiter geführt, instruiert und motiviert, neue Mitarbeiter angelernt, Vorträge gehalten, OP- und Personalpläne verwaltet, Patienten betreut und vieles mehr.Die Zusammenarbeit mit anderen Menschen gefällt mir einfach und ich kann gut anleiten und erklären.

 

Tja, und nun bin ich also Mama von zwei Kindern und darf behaupten, schon ein bisschen Erfahrung mit Babys zu haben. Ich habe viel Wertvolles gelernt in den letzten Jahren. Um manche Dinge wäre ich froh gewesen, sie früher zu wissen. Denn gerade das erste Babyjahr geht so unglaublich schnell vorbei, man rennt der Zeit hinterher. Erst noch kann man es kaum erwarten, dass das Baby zum ersten mal lächelt und schwupps, schon zermatscht es seinen ersten Geburtstagskuchen.

Wenn wir uns das Leben anschauen, dann ist die Zeit, in der wir unsere Kinder tragen können, wirklich nur sehr kurz. Es ist aber eine wichtige, undwiederbringliche Zeit, mit Einfluss auf das ganze Leben unserer Kinder. Sie ist so kostbar.

Ich habe schon vor der Geburt meines ersten Kindes entschieden, dass ich es tragen möchte. Aber manchmal hält sich das Leben einfach nicht an unsere tollen Pläne. Und so wurde mein Kind mit einem sehr komplexen Herzfehler geboren, kam direkt nach der Geburt beatmet auf die Kinderherzintensiv und damit weit weg von mir. Wir haben eine intensive Krankenhauszeit hinter uns, zur Geburt, zur OP, haben gekämpft mit Medikamenten, Stillproblemen, Schlafproblemen. Die Wochen waren gefüllt mit Therapie- und Arztterminen.

Geholfen in dieser turbulenten, anstrengenden Zeit hat uns das Tragen. Es hat uns die Bindung, Ruhe und Sicherheit gegeben, die wir beide so brauchten. Es haben sich dadurch nicht alle Probleme in Luft aufgelöst. Aber wir konnten beide vieles nachholen, was wir am Anfang entbehren mussten.

 

Jetzt könnte man sagen: “So ein Härtefall wie die da sind wir ja nicht.”  Das wünsche ich sogar jedem von Herzen. Aber das Tragen hilft nicht nur bei Problemen und bei Kindern wie meinem Großen.

Nein, es kann auch einfach nur schön sein. Dann kam nämlich mein zweiter Sohn. Und siehe da, es lief tatsächlich alles nach Plan! Ich konnte ihn vom ersten Tag an Tragen. Und er ist bis heute ein tiefenentspanntes Kerlchen, ruht in sich, hat eine tolle Bindung zu mir und ist so richtig fröhlich und neugierig.

Gerade beim zweiten Kind entdeckt man die Vorteile des Tragens! Die Bedürfnisse beider Kinder (und die eigenen) unter einen Hut zu bringen, ist gar nicht immer so einfach. Das Tragen hat für mich vieles entspannt. Der Kleine hat im Tuch gekuschelt oder geschlummert, war nah bei mir und war damit völlig zufrieden. So konnte ich für den Großen kochen, mit ihm spielen, Haushalt machen, auf dem Spielplatz beim Erklimmen der Rutsche helfen, alles wie gewohnt. Im Badesling kam der Kleine sogar ohne Probleme mit mir unter die Dusche. Quasi zwei Fliegen mit einer Klatsche!

Dieses Beibehalten der alten Gewohnheiten hat bestimmt gerade in der Anfangszeit dem großen Bruder sehr geholfen. Er musste nicht so schlimm zurückstecken wie erwartet und sein Alltag hat sich kaum verändert….naja, bis auf dieses glucksende, rosa Baby natürlich.